Gemeinderatssitzung am 29.07.2021 um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle der Grundschule Drachselsried

Kirwastandmarkt ja, aber auf kleinerer Fläche und mit weniger Ständen

Kann oder darf die Drachselsrieder Kirwa in der üblichen Form stattfinden?, diese Frage beschäftigte in den vergangenen Wochen nicht nur die Bevölkerung, sondern auch den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Bürgermeister Johannes Vogl hat Frage, ob ein Kirwa-Standmarkt in diesem Jahr durchgeführt werden kann, an den Gemeinderat zur Beratung herangetragen. Die Vorstellung des Bürgermeisters und der Verwaltung ist, den Marktbereich zu verkürzen und die Marktstände in reduzierter Anzahl seitlich der Ortsstraße versetzt und mit größeren Abständen zueinander anzuordnen. Von der Verwaltung wurde ein Konzept erarbeitet und mit dem Landratsamt abgestimmt. Der Standmarkt kann in der reduzierten Variante stattfinden, auf die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wird während des Marktes ein Sicherheitsdienst achten, den die Gemeinde beauftragen wird. Einige Details, z.B. Zugangsregelung, zulässige Besucheranzahl, Verpflegungsstände, gilt es noch durch die Verwaltung abzuklären.

Nicht geben wird es eine Biergartenbewirtung, vielmehr soll die örtliche Gastronomie unterstützt werden, das ist das Anliegen des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung. Auf eine Bewerbung des Kirwamarktes wird verzichtet.

Der Gemeinderat stimmt der Durchführung der Kirwa mit Marktständen in der vorgestellten Version unter dem Vorbehalt, dass dies mit den zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln vereinbar ist, zu.

Bauanträge, Bebauungsplan

Keine Einwände gab es zum Bauantrag von Robert Geiger in Oberried, er plant den Bau eines Carports neben dem bestehenden Wohnhaus.

Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Satzung des Bebauungsplans Lieblfeld mit Deckblatt Nr. 5. Laut Information von Bürgermeister Johannes Vogl handelt es sich um die Auflassung der Fußwege, von den Fachstellen wurden keine negativen Stellungnahmen abgegeben.

Vorerst keine Luftreinigungsgeräte für die gemeindlichen Kindergärten und die Grundschule

Laut Information von Bürgermeister Johannes Vogl fordern der Bayerische Ministerpräsident Söder und der Kultusminister Piazolo die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für Grundschulen und Kindergärten, eine Förderung in Höhe von 50 % wird über ein Förderprogramm in Aussicht gestellt. Für alle gemeindlichen Kindergärten und Schulen (Grundschule Drachselsried, Offene Ganztagesschule, Kindergarten Kleiner Tausendfüßler und Montessori-Kinderhaus) würden insgesamt 12 Stück benötigt, die Kosten pro Stück betragen ca. 2.500 bis 3.000 Euro und die Lieferzeit wäre zurzeit noch gering, berichtet der Rathauschef.

Gemeinderat Hans Hutter sprach sich für eine sofortige Beschaffung der Geräte aus, Bedenken hingegen bezüglich der Lautstärke oder Wirksamkeit äußerten 3. Bürgermeister Egon Probst sen. und Gemeinderat Heinrich Mühlbauer. Trotz Einsatz der Geräte würde die Maskenpflicht weiterbestehen, der Mindestabstand müsste eingehalten und die Räume trotzdem regelmäßig gelüftet werden, bemängelt Mühlbauer, er sieht in der Beschaffung der Geräte keinen Vorteil für die Kinder.

Nach eingehender Beratung sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich gegen die sofortige Anschaffung der Luftreinigungsgeräte aus, da sie nach den derzeitigen Erkenntnissen keine unmittelbaren Vorteile für die Kinder sehen.

Sachstandsmitteilungen, Informationen und Anträge

Über den aktuellen Stand mehrerer gemeindlicher Projekte informierte Bürgermeister Johannes Vogl den Gemeinderat. Genehmigt durch das Landratsamt ist der Bauantrag zur Nutzungsänderung im Montessori-Kinderhaus, Auflagen werden geprüft und die Ausschreibung in die Wege geleitet.

Fortschritte macht das Wanderwegekonzept, mit der Aufstellung der neuen Wanderwegeschilder wurde begonnen.

Für den Neubau des Kindergartens und die Sanierung der Grundschule wurde ein erster Plan erstellt, ein Raumprogramm erarbeitet und der Förderantrag gestellt. Weitere Informationen zu den Maßnahmen in der Grundschule werden in einer Bauausschuss-Sitzung mitgeteilt.

Eine weitere Information betraf eine Störung im Wassernetz in Oberried durch einen Überspannungsschaden, ähnliche Situationen gab es in Asbach und Blachendorf. Mittlerweile wurde der Defekt behoben.

Fragen / Anträge aus dem Gemeinderat

Wann die Arbeiten an der Wasserleitung in Oberried und Rehberg abgeschlossen sein werden, wollte Gemeinderat Klaus Probst wissen.
Auch wies er auf ein über die Straße im Ortsteil Unterried fließendes Wasser hin, 3. Bürgermeister Egon Probst sen. vermutet, dass dies durch eine Quelle im Anwesen eines Anliegers verursacht werden könnte. Egon Probst hat darum gebeten, den Besitzer eines Baumes, der über die Erlenstraße gestürzt war und durch einen Anwohner an den Straßenrand gelegt wurde, zu informieren.

Mehrere Anfragen bzw. Hinweise hatte Gemeinderat Franz Freimuth. Er wies auf Asphaltlöcher auf mehreren Ortsstraßen, auf einen Wasserzulauf auf ein Anwesen gegenüber dem Hotel Lindenwirt bei Starkregenereignissen, auf ein unleserliches Verkehrszeichen am Dorfplatz Oberried und auf die dringende Reinigung der Sinkkästen hin. Zudem sah er die Notwendigkeit, einen Pkw-Anhänger für den Baufhof anzuschaffen und wies auf den seiner Meinung nach teilweise schlechten Zustand der Fahrzeuge des gemeindlichen Bauhofs hin. Der schlechte Zustand der Fahrzeuge und die nach seiner Ansicht geringe Personalstärke im Bauhof sind ursächlich für die Verzögerungen der Arbeitsausführungen. Bürgermeister Johannes Vogl hatte Zahlen zu den Baujahren und der Laufleistung der Fahrzeuge und kündigte die Erstellung eines Konzeptes zu dieser Thematik an. Auf den Bauausschuss wurde der Antrag von Freimuth, im Bereich Waldweg und Erlenweg, auf dem der Zellertal-Radweg verläuft, ein Schild „Fahrräder frei“ anzubringen.

Gemeinderat Josef Strohmeier weist darauf hin, dass bei der Abzweigung „Kopp-Säge“ in Richtung Kneippbecken der Teer bei dem Sinkkasten unterspült ist. Das Verkehrszeichen 20 km/h bei der Tankstelleneinfahrt wurde durch den Tankstelleneigentümer aufgestellt, die Information erhielt Gemeinderat Georg Hirtreiter auf seine Anfrage.

Text: Ilse Probst