Gemeinderatssitzung am 26.08.2021 um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle der Grundschule Drachselsried

Zur Sitzung konnte Bürgermeister Johannes Vogl den Planer des neuen Drachselsrieder Feuerwehr-Gerätehauses Thomas König Dipl.-Ing. (FH) begrüßen. Eine personelle Institution geht in Rente, Geschäftsleiter und Kämmerer Josef Freimuth wurde vom Gemeinderat verabschiedet.

Neubau FFW Haus Drachselsried: Festlegung der Anzahl von Stellplätzen

Die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Drachselsried nimmt Formen an, in der jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat über die Anzahl der Stellplätze im neuen Gerätehaus zu entscheiden, es wurde darüber abgestimmt, ob der Neubau mit drei oder mit vier Stellplätzen für den Fuhrpark der Feuerwehr ausgestattet wird. Über eine Architektenausschreibung erhielt das Ingenieurbüro Schanderl mit Inh. Dipl.-Ing.(FH) Thomas König den Auftrag für die Planung, er legte zwei Entwürfe, einmal mit drei und einmal mit vier Stellplätzen vor.

In der Bedarfsermittlung sah die Mehrheit der Gemeinderäte drei Stellplätze für ausreichend, wogegen Gemeinderat Georg Hirtreiter als Kommandant auch Vertreter der Feuerwehr und einige Gemeinderäte auf vier Stellplätze plädierten um auch die Fahrzeug-Hänger in der Halle unterbringen zu können. Sie sehen zugleich Bedarf für einen Veranstaltungsraum, falls keine Räume mehr in gastronomischen Betrieben zur Verfügung stehen, um Veranstaltungen durchführen zu können.

Vorab hatte sich Bürgermeister Johannes Vogl bei den Fachstellen über die Fördermöglichkeiten erkundigt, drei Stellplätze sind förderfähig, sagte er, ein vierter Stellplatz wäre nicht förderschädlich. Das bedeutet, Fördermittel gibt es nur für drei Stellplätze, auch wenn eventuell beim Neubau vier Stellplätze realisiert werden würden.

Für die Unterbringung der Hänger würde die Mehrheit der Gemeinderäte den Anbau von Lagerräumen bevorzugen, nach Ansicht des Planers würde bei dieser Lösung möglicherweise das gleiche Kostenvolumen entstehen, bei einem späteren Anbau könnte sogar mit höheren Kosten gerechnet werden müssen. Diskutiert wurde unter anderem darüber, ob eine eigene Schlauchpflegeanlage gebraucht wird, über den Platzbedarf für alle Gerätschaften, über Kosten und Nutzung.

Letztendlich stimmte die Mehrheit (8:6) der Gemeinderäte für den Neubau des Gerätehauses mit drei Stellplätzen und ausreichend Lagerfläche mit Verlängerung nach hinten für eine Schlauchpflegeanlage.

Bauanträge

Über einen Bauantrag von Josef Weikl, Poschingerstraße, hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Laut Information von Bürgermeister Johannes Vogl geht es um vier kleinere, bestehende und miteinander verbundene Gebäude, die vom Landratsamt im Rahmen einer Baukontrolle als ein Gebäude gewertet wurden und dafür keine Genehmigung vorlag. Nun wurde der Bauantrag nachgereicht, mit einer Gegenstimme hat der Gemeinderat dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Informationen, Wünsche und Anträge

Bürgermeister Johannes Vogl hatte einige Informationen für das Gemeinderatsgremium.

Vor Kurzem war die überörtliche Kassenprüfung in der Gemeinde, der Bericht wird in der nächsten Sitzung bekannt gegeben.

Nach den Bauarbeiten durch die Firma Waldwasser wurde der Parkplatz am Naturbad wieder Instand gesetzt, die Bauabnahme ist bereits erfolgt.

Der Pachtvertrag für den Kiosk am Naturbad wurde durch den Pächter zum Saisonende gekündigt, für nächstes Jahr wird ein neuer Pächter gesucht.

Wegen Bakterien musste das Naturbad vorübergehend gesperrt werden, die Firma Waldwasser hat bei der Beseitigung der Probleme geholfen, die Leitungen gespült und das Bad mit Frischwasser, das Wasser hat Waldwasser gespendet, befüllt. Bei der Reinigung der Becken wurden Schäden an den Folien festgestellt, die Gemeinde muss mit Renovierungsmaßnahmen rechnen.

In den Quellen der gemeindlichen Wasserversorgung wurde eine leichte Verkeimung festgestellt, es gibt jedoch keinen Grund zur Besorgnis und keine Einschränkungen im Wassergebrauch. Der gemeindliche Bauhof wird die Quellen regelmäßig beproben, informierte Bürgermeister Vogl das Gremium.

Anträge:

Anfragen von Gemeinderat Hans Hutter zur Widmung der Scharebenstraße Abschnitt Schotterstraße und zur Ausschreibung des Winterdienstes konnte Bürgermeister Johannes Vogl beantworten.

Außerdem bat er die Verbandsräte in der nächsten Verbandssitzung des Zweckverbandes Kläranlage die Lagerung von Fremdmaterial im Gelände der Kläranlage anzusprechen.

Gemeinderat Klaus Probst bat darum, lose Steine im Gehsteig in Höhe des Kinderspielplatzes Blachendorf wieder zu befestigen.

Nach dem Ergebnis der Begehung auf der Ebene in Sachen nicht genehmigter Schuppen fragte Gemeinderat Daniel Wühr nach. Bürgermeister Vogl berichtete, dass das Landratsamt zu einem Neubau der Garage an anderer Stelle rät. Wühr erkundigte sich auch nach dem Ablauf der Kirwa in diesem Jahr.

Nachfragen zum Sachstand Absauganlage der Feuerwehr Oberried hatte Gemeinderat Franz Freimuth. Es liegen drei Angebote vor, in der nächsten Sitzung wird darüber beraten, berichtete Bürgermeister Vogl.

Freimuth hat auf die tiefe Mulde im „Langer Weg“ in Oberried hingewiesen, normale Fahrzeuge können nicht mehr durchfahren, sagte er. Weitere Hinweise hatte er zu tiefer liegenden Wasserübergabeschächten in Unterried und in der Schönbacherstraße und zum Bürgersteig in Unterried, der seiner Meinung nach wegen Bewuchs nicht mehr begehbar ist. Der Aushang zum Montessori-Kinderhaus müsste aktualisiert werden, regte Freimuth an und wissen wollte er, wer für den Unterhalt des Schotterweges auf der Scharebenstraße zuständig ist.

Eine Einladung zum Gottesdienst anlässlich das Patroziniumsfestes sprach Gemeinderätin Martina Schmelmer aus.

Die Gemeinderäte Georg Hirtreiter, Alexandra Geiger und Franz Freimuth hatten Nachfragen zur neuen Wanderwegbeschilderung, zu den Pfosten und zum Förderzeitraum. Bürgermeister Johannes Vogl konnte Auskunft geben.

Verabschiedung Geschäftsleiter und Kämmerer Josef Freimuth

Nach über 40 Dienstjahren im öffentlichen Dienst, davon 39 Jahre in der Gemeinde Drachselsried, geht zum 31.08.2021 Geschäftsleiter und Kämmerer Josef Freimuth in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Bürgermeister Johannes Vogl und der Gemeinderat würdigten die Leistung Freimuth´s, zur Verabschiedung erhoben sich alle anerkennend von den Plätzen. Für Bürgermeister Vogl und auch für die Gemeinderäte war Freimuth aufgrund seines Wissens um alle Bereiche der Gemeindeverwaltung ein erfahrener Ansprechpartner für viele dienstliche Belange und Einschätzungen zu gemeindlichen Projekten und Aufgaben.

Du kannst mit Stolz auf deine Leistung und dein Lebenswerk bei der Gemeinde zurückblicken, bekräftigte Bürgermeister Vogl seine Wertschätzung gegenüber dem langgedienten Mitarbeiter. Kaum einer kennt den Betrieb Gemeindeverwaltung mit all seinen Sachgebieten so gut, wie Freimuth, mit ihm geht viel Wissen um die Gemeinde in Rente. Sein letzter aktiver Arbeitstag ist der 31. August 2021, der Abschied und die Umstellung werden für einen Mann, der rund 40 Jahre lang gewissenhaft seinen Dienst für denselben Arbeitgeber versehen hat, nicht leicht sein. Im Namen der Gemeinde sagte Bürgermeister Johannes Vogl Dank bei Josef Freimuth und überreichte ein Geschenk, das dieser sicher in seiner sportlichen Freizeitgestaltung einsetzen kann.

Den Dankesworten schlossen sich die drei Fraktionen im Gemeinderat an, für die CSU und Freie Wähler dankte Gemeinderat Egon Probst jun. dem scheidenden Geschäftsleiter und überreichte als Abschiedsgeschenk einen Gutschein, für die SPD Unabhängige würdigte Gemeinderat Hans Hutter die Leistung Freimuth´s und überreichte ein Brotzeitpaket mit einem Kasten Bier und Bierkrügerl. Alle Redner wünschten Freimuth für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

Josef Freimuth bedankte sich bei allen für die guten Wünsche und die langjährige gedeihliche Zusammenarbeit.

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Bürgermeister Johannes Vogl verabschiedete Geschäftsleiter und Kämmerer Josef Freimuth mit einem Präsent.

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Für die Fraktionen CSU und Freie Wähler überreichte Egon Probst jun. als Anerkennung für die lange Dienstzeit einen Gutschein an Josef Freimuth.

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Alois Köppl und Hans Hutter hatten ein Abschiedsgeschenk in Form einer herzhaften Brotzeit als Dankeschön für Josef Freimuth.

Bilder und Text: Ilse Probst